Gold und Platin sind zwei Edelmetalle. Doch welches ist das teuerste davon? Wir antworten Ihnen.
Platin, ein Metall, das seltener ist als Gold.
Wenn wir an das edelste und damit teuerste Metall denken, fällt uns oft Gold ein. Aber zu Unrecht. Platin ist ein wertvolleres Metall als Gold, wenn man es anhand seiner Seltenheit vergleicht. Tatsächlich ist Platin 30-mal seltener als Gold. Seine Verwendung durch den Menschen scheint auf die Zeit der alten ägyptischen Zivilisationen zurückzugehen und bis zum 17. Jahrhundert war seine Verwendung für Schmuck reserviert. Aufgrund seiner sehr guten Eigenschaften wurde es später industriell eingesetzt: Es ist robust, rostfrei und unveränderlich. Doch heute erhält dieses Edelmetall seinen Adelstitel zurück.
Platin, eine reinere Zusammensetzung als Gold.
Wenn wir anhand der jeweiligen Zusammensetzung von Platin und Gold wissen möchten, welches der beiden Edelmetalle das teuerste ist, ist es immer noch Platin, das gewinnt. Tatsächlich besteht Weißgold, auch Graugold genannt, aus 75 % Gold, 10 % Silber und 15 % Palladium, einem Derivat von Platin. Platin hat eine Reinheit von 95 %. In seinem natürlichen Zustand ist es bereits weiß. 5 % Iridium werden hinzugefügt.
Daher ist Platin aus verschiedenen Gründen oft teurer als Gold. Es ist seltener und reiner. Zudem ist der Arbeitsaufwand beim Juwelier in der Regel höher, was sich auch im Preis niederschlägt.
Wie unterscheidet man Platin und Weißgold?
Weißgold und Platin sehen zwar ähnlich aus, dennoch lassen sie sich vor allem anhand ihrer Punzen gut unterscheiden. Die gebräuchlichsten Platinstempel (je nach Feingehalt des Metalls unterschiedlich, hier in absteigender Reihenfolge dargestellt) sind Kaiserpinguin, Hundekopf 1, Hundekopf 2, Hundekopf 3 und Hundekopf. Die häufigsten Punzen bei Weißgold sind das Seepferdchen, der Adlerkopf umgeben von einem abgeschrägten Rechteck, der Adlerkopf und das Kleeblatt.
Platin vs. Goldpreis: Unser Fazit
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Platin nicht nur seltener als Gold, sondern auch reiner in seiner Zusammensetzung ist. Platin ist 30-mal seltener als Gold und genießt daher eine Exklusivität, die sich in seinem hohen Preis auf dem Edelmetallmarkt widerspiegelt. Zu seinem höheren Wert trägt auch seine 95-prozentige Reinheit im Vergleich zu Goldlegierungen bei, die verschiedene Metalle wie Silber und Palladium enthalten. Aus diesem Grund bleibt Platin trotz seines häufig höheren Preises als Gold eine beliebte Wahl für hochwertigen Schmuck und industrielle Anwendungen, bei denen ein langlebiges, robustes Metall erforderlich ist.
