Fragen Sie sich, ob die Farbe von Gold Aufschluss über seine Reinheit gibt? Das ist eine berechtigte Frage, denn Gold gibt es in vielen verschiedenen Farbtönen, von leuchtendem Gelb bis zu zartem Rosa. Man könnte meinen, je gelber es ist, desto reiner ist es, doch die Realität ist etwas komplexer. In diesem Artikel gehen wir genau dieser Frage nach: Lässt die Farbe von Gold Rückschlüsse auf seine Reinheit zu? Wir betrachten genauer, welche Faktoren den Farbton von Gold beeinflussen und wie Sie sicher sein können, dass es echt und rein ist.
Wichtige Punkte, die Sie sich merken sollten
- Die Farbe von Gold ist nicht immer ein direkter Indikator für seine Reinheit. Die verschiedenen Farbtöne entstehen durch die Legierungszusätze, die dem reinen Gold beigemischt werden.
- Reines Gold (24 Karat) hat eine sehr helle gelbe Farbe und ist relativ weich. Schmuck wird oft aus Legierungen hergestellt, um ihn haltbarer zu machen.
- Punzierungszeichen und Echtheitszertifikate sind die zuverlässigsten Mittel, um den Reinheitsgrad von Gold zu bestimmen, weit mehr als die Farbe allein.
- Einfache Tests wie der Magnettest, der Essigtest oder der Fundamenttest können Hinweise liefern, aber professionelle Methoden (Spektrometrie, chemische Analyse) sind am genauesten.
- Historisch gesehen war Gold schon immer ein sicherer Hafen, und seine Reinheit hat unabhängig von seinem spezifischen Farbton einen direkten Einfluss auf seinen Anlagewert.
Die Farbe Gold verstehen
Sie fragen sich, warum Gold nicht immer den gleichen Farbton hat? Das ist eine berechtigte Frage, denn die Farbe von Gold ist oft der erste Hinweis auf seine Reinheit, aber nicht der einzige Faktor. Lassen Sie uns genauer betrachten, was Gold so besonders macht.
Die Bedeutung der verschiedenen Goldtöne
Reines Gold, wie es in der Natur vorkommt, hat eine leuchtend gelbe Farbe. Das entspricht 24-karätigem Gold oder 999,9 ‰. Doch wenn man Gold in Schmuck sieht, kann die Farbe variieren. Ein helleres Gold, ein etwas orangefarbenerer Ton oder sogar Nuancen wie Weiß oder Rosa – all das entsteht durch sogenannte Legierungen.
- Intensives Gelb: Generell gilt: Je gelber und tiefer der Farbton, desto reiner das Gold. Ein Schmuckstück aus 18-karätigem Gold (75 % Feingold) ist gelber als ein Schmuckstück aus 14-karätigem Gold (58,5 % Feingold).
- Blassgelb: Eine weniger gesättigte Farbe kann auf eine Legierung mit mehr anderen Metallen hinweisen, wodurch der Anteil an reinem Gold reduziert wird.
- Weißgold: Seine Farbe erhält es durch die Zugabe von Metallen wie Palladium, Silber oder Nickel. Oft wird es mit Rhodium beschichtet, um zusätzlichen Glanz zu erzielen.
- Roségold: Die rosafarbene Färbung entsteht durch die Zugabe von Kupfer zur Legierung. Je höher der Kupferanteil, desto intensiver die Farbe.
Reines Gold versus Legierungen
Reines Gold (24 Karat) ist ein sehr weiches Metall. Stellen Sie sich vor, Sie würden daraus einen Ring fertigen. Er würde sich schon bei der geringsten Erschütterung verformen! Deshalb wird reines Gold für die meisten Anwendungen, insbesondere in der Schmuckherstellung, mit anderen Metallen legiert. Diese Legierungsbestandteile, wie beispielsweise Kupfer, Silber, Zink oder Palladium, bilden eine Legierung. Sie verändert nicht nur die Farbe, sondern macht das Gold auch fester und haltbarer.
Der Anteil an reinem Gold in einer Legierung wird in Karat gemessen. 24 Karat ist der Maximalwert (reines Gold), 18 Karat bedeuten 18 Teile Gold von 24 (d. h. 75 %), und 14 Karat bedeuten 14 Teile Gold von 24 (d. h. etwa 58,5 %).
Die visuelle Wahrnehmung von Reinheit
Optisch lässt sich der Reinheitsgrad von Gold zwar erahnen, doch ist dies keine exakte Wissenschaft. Ein Schmuckstück, das sehr gelb und leuchtend wirkt, kann aus reinem Gold bestehen oder aus einer Legierung, die sorgfältig ausgewählt wurde, um diese Farbe zu imitieren. Umgekehrt kann Gold, das etwas matt aussieht oder einen ungewöhnlichen Farbton aufweist, einen geringeren Feingoldgehalt haben. Allerdings kann man sich leicht irren. Weißgold beispielsweise enthält zwar Gold, hat aber überhaupt nicht die erwartete gelbe Farbe. Daher reicht die Farbe allein nicht aus, um die Reinheit von Gold zu garantieren. Man muss über den ersten Eindruck hinausblicken.
Goldreinheitsindikatoren
Wie können Sie also feststellen, ob das Goldobjekt, das Sie in Händen halten, tatsächlich die beworbene hohe Reinheit aufweist? Keine Sorge, es gibt verschiedene Möglichkeiten, dies zu überprüfen, ohne dass Sie ein Schmuckexperte sein müssen. Diese Methoden reichen von sorgfältiger Betrachtung bis hin zu technischen Tests, zielen aber alle darauf ab, Ihnen einen klaren Eindruck von der Goldqualität zu vermitteln.
Die Rolle von Punzen und Daten
Betrachten Sie Ihren Schmuck oder Ihre Münzen einmal genauer. Vielleicht entdecken Sie winzige Punzen, eine Art eingravierte Signatur. Diese Punzen sind äußerst wichtig, denn sie geben Ihnen direkte Auskunft über den Goldgehalt. In Frankreich beispielsweise wird Feingold (24 Karat) oft mit einem Adlerkopf punziert. Bei Legierungen ist das etwas anders. Hier kommt ein System von Feingehaltsangaben zum Einsatz, das den Anteil an reinem Gold im Metall in Tausendstel angibt. So bedeutet beispielsweise die Punzierung „999“, dass das Metall zu 99,9 % aus reinem Gold besteht. Die Punzierung „750“ steht für 75 % reines Gold, was 18 Karat entspricht. Es ist wie ein geheimer Code, der Ihnen genau sagt, was Sie in Händen halten.
Hier ist eine kleine Tabelle, die Ihnen die Orientierung erleichtert:
| Karat-System | Vintage (Teile pro Tausend) | Prozentanteil an reinem Gold |
|---|---|---|
| 24 Karat | 999 oder 999.9 | 99.9% |
| 18 Karat | 750 | 75% |
| 14 Karat | 585 | 58.5% |
| 10 Karat | 417 | 41.7% |
Es ist wichtig zu wissen, dass Punzen mit der Zeit verblassen können, insbesondere bei antikem oder stark abgenutztem Schmuck. Außerdem lassen sich Punzen fälschen, weshalb sie keine hundertprozentige Echtheitsgarantie bieten. Sie sind jedoch ein hervorragender Ausgangspunkt, um den Reinheitsgrad zu beurteilen.
Die Bedeutung von Echtheitszertifikaten
Beim Kauf von Goldbarren oder Anlagemünzen sollten Sie stets ein Echtheitszertifikat erhalten. Es ist sozusagen der Ausweis Ihres Goldes. Dieses Dokument wird vom Hersteller oder der Raffinerie ausgestellt und bestätigt mehrere wichtige Punkte:
- Das genaue Gewicht Wir teilen Ihnen genau mit, wie viel der Barren oder die Münze wiegt.
- Reinheit (der Titel) Es bestätigt den Prozentsatz an reinem Gold, oft ausgedrückt in Jahrgängen (z. B. 999.9‰).
- Die eindeutige Seriennummer Jeder Anlagebarren trägt eine eingravierte Nummer, die auch auf dem Zertifikat vermerkt ist. Dadurch lässt sich das Objekt zurückverfolgen.
- Der Name des Herstellers oder Veredlers Daran erfährt man, wer das Gold produziert hat, und wenn es sich um ein anerkanntes Unternehmen handelt, ist das eine Garantie für Qualität.
Diese Zertifikate sind unerlässlich, insbesondere für Investitionen. Sie garantieren, dass Sie das erwerben, was beworben wird, und erleichtern den späteren Wiederverkauf. Ohne Zertifikat kann ein Goldbarren oder eine Goldmünze an Wert verlieren, da ihre Echtheit und Reinheit schwieriger nachzuweisen sind.
Internationale Qualitätsstandards
Damit Gold weltweit problemlos gehandelt werden kann, muss es bestimmte Standards erfüllen. Der bekannteste dieser Standards ist der des Goldstandards. LBMA (London Bullion Market Association)Die LBMA fungiert gewissermaßen als Qualitätsgarant auf dem physischen Goldmarkt. Goldbarren, die den „Good Delivery“-Standard der LBMA erfüllen, gelten als besonders rein (oft 99,99 % reines Gold) und werden von allen großen Finanzinstituten und Zentralbanken akzeptiert. Ein LBMA-zertifizierter Goldbarren garantiert Ihnen ein hochwertiges Produkt, dessen Reinheit und Echtheit weltweit anerkannt sind. Es ist wie ein Gütesiegel, das Ihnen die Sicherheit und weltweite Handelbarkeit Ihrer Investition garantiert.
Zu wissen, wie man Reinheitsindikatoren erkennt, sei es durch Punzen auf einem Schmuckstück, das Zertifikat eines Goldbarrens oder die Einhaltung internationaler Standards, ist ein wichtiger Schritt, um den wahren Wert Ihres Goldes zu sichern und unangenehme Überraschungen zu vermeiden.
Methoden zur Reinheitsbewertung
Wie können Sie also feststellen, ob Ihr Gold wirklich reines Gold oder nur eine hochwertige Legierung ist? Keine Panik, es gibt verschiedene Prüfmethoden – von ganz einfach bis hin zu komplexen Verfahren. Sie müssen kein Experte sein, um die Reinheit Ihres Goldes einzuschätzen.
Visuelle Analyse und einfache Tests
Der erste Schritt ist oft die Beobachtung. Schauen Sie sich Ihren Goldgegenstand genau an. Sind darauf irgendwelche Markierungen zu sehen?
- Die Schläge: Es ist so etwas wie ein Ausweis für Ihr Gold. Hochwertiger Schmuck und Goldbarren tragen oft eine Punze, die ihren Reinheitsgrad angibt. Beispielsweise bedeutet „999“, dass es sich um nahezu reines Gold (99,9 %) handelt. Bei „750“ steht für 18-karätiges Gold (75 % Gold). Manchmal findet sich auch der Name oder das Logo des Herstellers. Beachten Sie, dass sich diese Punzen mit der Zeit abnutzen können. Eine Lupe ist daher sehr hilfreich.
- Die Farbe : Reines Gold hat eine sehr helle und unverwechselbare gelbe Farbe. Wenn Ihr Schmuckstück rosa, grünlich oder gräulich schimmert, enthält es wahrscheinlich andere Metalle.
Abgesehen vom Auge gibt es einige kleine Tests, die man zu Hause durchführen kann, ohne etwas zu beschädigen:
- Der Magnettest: Gold ist nicht magnetisch. Wenn Ihr Gegenstand von einem Magneten angezogen wird, handelt es sich nicht um reines Gold, oder er enthält ein anderes Metall.
- Der Keramiktest: Reiben Sie Ihren Gegenstand vorsichtig an einer unglasierten Keramikoberfläche. Ist der Abdruck gelb, ist das ein gutes Zeichen. Ist er schwarz, seien Sie vorsichtig.
- Der Wassertest: Gold ist ein dichtes Metall. Taucht man einen Gegenstand in ein mit Wasser gefülltes Gefäß, sinkt er schnell zu Boden. Mit einer Präzisionswaage lässt sich die Dichte sogar bestimmen, indem man das Gewicht in Luft und in Wasser misst. Die Formel ist einfach: Dichte = Gewicht / Volumen (das verdrängte Wasservolumen).
Diese einfachen Tests sind zwar gute Anhaltspunkte, aber nicht unfehlbar. Sie können helfen, Fälschungen zu erkennen, doch um eine hohe Reinheit zu bestätigen, sind manchmal weitere Untersuchungen nötig.
Dichte- und chemische Reaktionstests
Um die Auswertung noch etwas weiter voranzutreiben, können wir Methoden anwenden, die etwas mehr Ausrüstung oder Fachwissen erfordern.
- Der Dichtetest: Wie bereits erwähnt, ist dies eine recht zuverlässige Methode. Indem man das Objekt mit einer Präzisionswaage wiegt und anschließend das von ihm verdrängte Wasservolumen misst (beispielsweise durch Eintauchen in einen Messzylinder), kann man seine Dichte berechnen. Jedes Metall hat eine spezifische Dichte. Die Dichte von reinem Gold (24 Karat) beträgt beispielsweise etwa 19,32 g/cm³. Ist die berechnete Dichte niedriger, deutet dies auf das Vorhandensein anderer, weniger dichter Metalle hin.
- Goldtest-Kits: Im Handel sind Testsets erhältlich, die Säuren unterschiedlicher Reinheit und einen Prüfstein enthalten. Das Prinzip ist einfach: Man reibt das zu prüfende Objekt am Stein, um eine Markierung zu hinterlassen, und gibt dann einen Tropfen Säure entsprechend der zu prüfenden Reinheit darauf. Verschwindet die Markierung oder ändert sie unerwartet ihre Farbe, entspricht die Reinheit des Goldes nicht den Erwartungen. Bleibt die Farbe unverändert, ist das Gold mindestens so rein wie die zu prüfende Reinheit. Diese Säuren müssen mit äußerster Vorsicht gehandhabt werden, da sie ätzend sind.
Professionelle Analysetechniken
Um absolute Sicherheit zu gewährleisten, insbesondere bei großen Geldsummen oder sehr seltenen Sammlerstücken, greifen Fachleute auf ausgefeiltere Techniken zurück:
- Röntgenfluoreszenzanalyse (XRF): Es handelt sich um ein zerstörungsfreies Verfahren. Ein Gerät sendet Röntgenstrahlen auf das Objekt, und durch die Analyse der Reflexion der Strahlen lässt sich die genaue Zusammensetzung des Metalls bestimmen, einschließlich des Vorhandenseins anderer Elemente und deren prozentualer Anteil. Es ist schnell und sehr präzise.
- Atomemissionsspektrometrie mit induktiv gekoppeltem Plasma (ICP-AES): Hierbei wird eine winzige Goldprobe entnommen (oft durch leichtes Abkratzen) und in Säure gelöst. Anschließend wird das von dieser Probe emittierte Licht analysiert, wenn sie auf eine sehr hohe Temperatur erhitzt wird. Jedes Element emittiert Licht mit spezifischen Wellenlängen, wodurch die Identifizierung und Quantifizierung aller vorhandenen Metalle ermöglicht wird.
- Pyrolyse: Dies ist eine ältere Methode, bei der eine kleine Menge Gold eingeschmolzen und die chemischen Reaktionen und Rückstände analysiert werden. Da es sich um eine zerstörende Methode handelt, wird sie nur dann angewendet, wenn das Objekt keinen großen intrinsischen oder historischen Wert besitzt.
Diese professionellen Methoden werden von Juwelieren, Raffinerien und Zertifizierungslaboren angewendet, um die Reinheit von Gold zu gewährleisten, bevor es zum Verkauf angeboten oder in ein Produkt eingearbeitet wird.
Die Farbe Gold in Geschichte und Investitionen
Gold als sicherer Hafen im Laufe der Zeit
Seit Anbeginn der Zeit fasziniert Gold die Menschheit. Es findet sich in den ältesten Zivilisationen und wurde für Schmuck, Rituale und bald auch als Währung verwendet. Die Lyder beispielsweise gehörten zu den ersten, die um das 8. Jahrhundert v. Chr. Goldmünzen prägten. Diese lange Geschichte macht Gold zu einem Symbol für Reichtum und Stabilität. Es hat Imperien, Kriege und Wirtschaftskrisen überdauert und dabei stets seinen anerkannten Wert bewahrt. Diese Beständigkeit macht es zu einem sicheren Hafen par excellence. In unsicheren Zeiten wenden sich viele Menschen dem Gold zu, um ihr Vermögen zu schützen. Man bedenke: Auch heute noch halten Zentralbanken weltweit enorme Goldreserven – ein Garant für die Finanzkraft eines Landes.
Die Entwicklung von Goldbarren und -münzen
Gold existierte nicht immer in der uns heute bekannten Form von Barren oder Münzen. Die frühesten Spuren von Barren stammen aus dem antiken Rom, wo Gold geschmolzen und geformt wurde, um Transport und Lagerung zu erleichtern. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich Form und Reinheit der Barren verändert. Im Mittelalter dienten Barren beispielsweise der Bewahrung des Reichtums einflussreicher Familien und Institutionen. Goldmünzen erlebten hingegen mit der Lateinischen Münzunion einen regelrechten Boom. Dieses Währungsabkommen harmonisierte die Eigenschaften europäischer Goldmünzen und erleichterte so deren Austausch. Münzen wie die 20-Franken-Goldmünze „Marianne Rooster“ oder der Schweizer Vreneli sind zu begehrten Sammlerstücken geworden, reich an Geschichte und bei Anlegern hoch im Kurs. Diese Formate, ob 250-g- oder 50-g-Barren oder Münzen wie der 10-Dollar-US-Eagle, bieten unterschiedliche Möglichkeiten und Flexibilität beim Investieren.
Der Einfluss der Reinheit auf den Investitionswert
Die Reinheit von Gold ist ein entscheidender Faktor für seinen Wert, insbesondere bei Investitionen. Ein 250-Gramm-Goldbarren beispielsweise ist oft mit 999,9 ‰ zertifiziert, was bedeutet, dass er nahezu rein ist. Diese Reinheit garantiert seine internationale Anerkennung, insbesondere durch die Standards der LBMA (London Bullion Market Association). Goldmünzen hingegen können eine etwas geringere Reinheit aufweisen, wie beispielsweise 900 ‰ beim Schweizer Vreneli oder 90 % beim US-amerikanischen 10-Dollar-Eagle. Dieser Reinheitsunterschied, der mit bloßem Auge kaum erkennbar ist, hat einen direkten Einfluss auf den inneren Wert des Metalls. Je reiner das Gold, desto höher sein Wert, vorausgesetzt, alle anderen Faktoren sind gleich. Deshalb sind Echtheitszertifikate und Punzierungszeichen so wichtig: Sie belegen die Reinheit und damit den wahren Wert Ihrer Investition. Wenn Sie Gold kaufen, vergewissern Sie sich stets über die Reinheit, um eine fundierte Entscheidung zu treffen.
Die Nuancen von Gold und ihre Interpretation
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Warum ändert Gold seine Farbe?
Vielleicht haben Sie sich schon einmal gefragt, warum Gold nicht immer den gleichen Farbton hat. Das ist keine Magie, sondern Chemie! Reines Gold, das wir 24-karätiges Gold nennen, hat ein sehr intensives Gelb. Es ist aber auch recht weich. Um es haltbarer zu machen, insbesondere für Schmuck, wird es mit anderen Metallen vermischt. Diese Legierungen werden als Legierungen bezeichnet. Die hinzugefügten Metalle, wie Kupfer, Silber, Zink oder Palladium, verändern die Farbe des Goldes. Beispielsweise verleiht die Zugabe von Kupfer dem Gold einen rötlichen Schimmer, wodurch Roségold entsteht. Die Zugabe von Silber oder Palladium kann es heller oder sogar fast weiß machen.
Der Unterschied zwischen Gelb-, Weiß- und Roségold
Wenn man ein Schmuckstück aus Gold sieht, verrät die Farbe bereits etwas über seine Zusammensetzung. Gelbgold, die klassischste Variante, ist oft eine Legierung aus Feingold, Silber und Kupfer. Je höher der Goldanteil, desto satter der Farbton. Weißgold hingegen ist kein natürliches Metall. Es besteht aus Gelbgold, das mit weißen Metallen wie Palladium oder Nickel legiert und anschließend oft mit einer dünnen Rhodiumschicht überzogen wird, um ihm seinen Glanz zu verleihen. Mit der Zeit kann sich diese Rhodiumbeschichtung abnutzen, und das Schmuckstück wirkt etwas weniger strahlend. In diesem Fall kann eine schnelle Rhodinierung beim Juwelier den vollen Glanz wiederherstellen. Roségold verdankt seine einzigartige Farbe der Zugabe von Kupfer zur Legierung. Je höher der Kupferanteil, desto rosiger oder sogar rötlicher der Farbton.
Der Einfluss von Legierungen auf die endgültige Farbe
Die Farbe, die Sie sehen, ist im Grunde das Ergebnis einer bestimmten Rezeptur. Die Anteile der dem reinen Gold beigemischten Metalle bestimmen den genauen Farbton. Hier ein kurzer Überblick:
- Gelbgold: Im Allgemeinen handelt es sich um eine Mischung aus reinem Gold, Silber und Kupfer. Das Verhältnis dieser Metalle beeinflusst den Farbton, der von einem hellen Gelb bis zu einem tieferen Gelb reicht.
- Weißgold: Reines Gold, legiert mit Weißmetallen (Palladium, Nickel, Silber) und oft rhodiniert. Die Grundfarbe kann vor der Rhodinierung leicht variieren.
- Roségold: Reines Gold, vermischt mit einem signifikanten Anteil Kupfer. Je höher der Kupferanteil, desto intensiver die Farbe.
Es ist wichtig zu wissen, dass selbst bei der gleichen Goldart (z. B. 18 Karat) die Farbtöne je nach Hersteller und den verwendeten Legierungen leicht variieren können. Das ist ein bisschen wie beim Kochen: Jeder Koch hat seine eigene kleine Geheimzutat!
Die Farbe von Gold ist daher nicht bloß eine Frage der Ästhetik; sie ist auch ein direkter Indikator für die Metalle, die dem reinen Gold beigemischt wurden, um ihm seine endgültige Form und Festigkeit zu verleihen. Diese Alchemie erzeugt die Vielfalt der uns bekannten Goldtöne.
Gold ist nicht nur eine Farbe; es ist eine Welt voller Nuancen! Jeder Farbton, von hellem Gelb bis zu tiefem Gold, erzählt eine Geschichte und trägt eine besondere Bedeutung in sich. Diese Unterschiede zu verstehen ist wie das Erlernen einer neuen Sprache, um den Wert dieses Edelmetalls besser zu würdigen. Möchten Sie mehr darüber erfahren, was diese Nuancen verraten?
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Sagt also die Farbe Gold alles aus?
Sie wissen also jetzt, dass die Farbe von Gold täuschen kann. Das leuchtende Gelb, das wir uns vorstellen, entspricht nicht immer der Realität, insbesondere bei Schmuck. Legierungen machen den Unterschied! Bei Barren und Anlagemünzen sieht die Sache anders aus. Hier ist die Farbe zwar ein guter Indikator, aber die zertifizierte Reinheit ist entscheidend. Wenn Sie also das nächste Mal Gold betrachten, sei es Schmuck oder eine Anlage, wissen Sie nun besser, was sich hinter dem schönen Goldton verbirgt. Vergessen Sie nicht, die Punzierungszeichen oder Zertifikate zu prüfen; dort findet sich oft die wahre Antwort!
Fragen Fréquemment Posées
Warum hat mein Goldschmuck nicht die gleiche Farbe wie der meiner Freundin?
Die Farbe von Gold hängt von den anderen Metallen ab, die bei der Herstellung hinzugefügt werden. Weißgold enthält beispielsweise Palladium oder Nickel, Roségold hingegen Kupfer. Reines Gold hat dagegen einen sehr hellen Gelbton.
Woher weiß ich, ob mein Schmuck wirklich aus Gold ist?
Um festzustellen, ob ein Schmuckstück aus Gold ist, können Sie nach einer kleinen Punze suchen, die sich oft auf der Innenseite eines Rings befindet. Diese Punze gibt den Goldgehalt an. Sie können auch einfache Tests durchführen, wie den Magnettest (Gold ist nicht magnetisch) oder den Hautverfärbungstest (reines Gold hinterlässt keine Spuren).
Ist die Farbe des Goldes ein Indikator für seine Reinheit?
Die Farbe des Goldes kann einen Hinweis geben, ist aber nicht der einzige Faktor. Sehr reines Gold (24 Karat) hat eine tiefgelbe Farbe. Legierungen (Mischungen mit anderen Metallen) können diese Farbe jedoch verändern und dabei die hohe Reinheit beibehalten, wie beispielsweise bei Weiß- oder Roségold.
Was ist der Unterschied zwischen 18-karätigem und 24-karätigem Gold?
24-karätiges Gold besteht zu 99,9 % aus reinem Gold. 18-karätiges Gold hingegen ist eine Legierung: Es enthält 75 % reines Gold und 25 % andere Metalle. Daher ist 18-karätiges Gold etwas weniger gelb als 24-karätiges Gold, dafür aber auch haltbarer.
Können wir uns auf Punzierungszeichen verlassen, um die Reinheit von Gold zu bestimmen?
Ja, Punzierungszeichen sind ein guter Indikator. Sie sind wie eine Signatur des Herstellers und garantieren die Reinheit des Metalls. In Europa bedeutet ein Punzierungszeichen mit der Zahl „750“, dass das Schmuckstück aus 18-karätigem Gold (75 % Feingold) gefertigt ist.
Warum verändert Gold im Laufe der Zeit seine Farbe?
Reines Gold hingegen ändert seine Farbe nicht. Verändert sich der Farbton eines Schmuckstücks, liegt das häufig daran, dass es aus einer Legierung besteht. Andere Metalle, die mit Gold vermischt sind, können oxidieren oder mit der Luft reagieren, was die Gesamtfarbe des Schmuckstücks verändert.