Welche Farbe hat Platin?

Die Farbe steckt im Namen. Das Wort „Platina“, was auf Spanisch „kleines Silber“ bedeutet, wurde von den Konquistadoren Lateinamerikas gewählt, um das fabelhafte Metall zu bezeichnen. Auf den ersten Blick sieht Platin Silber recht ähnlich. Wie er ist es grauweiß gefärbt.

Platin, eine Imitation von Silber?

Im 16. Jahrhundert kam Platin aus Minen in Lateinamerika. Damals galt es als Metall ohne großen Wert, doch im heutigen Kolumbien wird es zum Formen kleiner Alltagsgegenstände, Gebrauchsgegenstände, Kugeln und Feuersteine ​​verwendet. Nach der Entdeckung Amerikas und der Eroberung dieser Gebiete wurde auf Anordnung des spanischen Königs erstmals die Verwendung von Platin verboten: Man befürchtete die Fälschung von Silbermünzen. Eines ist sicher: Silber dunkelt mit der Zeit nach, Platin nicht.

Eine Verachtung, die sich in Leidenschaft verwandelte

Juweliere erkannten schnell das Potenzial des Edelmetalls. Während des Zweiten Kaiserreichs wurde eine wunderbare Tiara der Maison Mellerio, die auf der Weltausstellung von 1867 präsentiert wurde, von der spanischen Königin Isabella II. erworben. Es handelt sich um das erste bedeutende Schmuckstück aus Platin und die Geburtsstunde des „weißen Schmucks“, der Platin mit Diamanten kombiniert. Viele weitere werden folgen.

Eine natürliche und einzigartige Weiße

Platin ist ein natürlich weißer Rohstoff. Weißgold ist eine Kombination aus Gelbgold und silberfarbenen Legierungsmetallen. Weißgold, manchmal auch „Graugold“ genannt, ist eine Legierung aus reinem Gelbgold (normalerweise 75 %) und 25 % anderen Metallen, wie beispielsweise Silber oder Palladium. Um ein leuchtendes Grauweiß zu erzielen, muss Weißgold mit Rhodium beschichtet werden. Eine Zeit lang konnte es in der Schmuckindustrie mit Platin konkurrieren, doch seit mehreren Jahrzehnten ist Platin aufgrund seiner besonderen Eigenschaften die erste Wahl.

Der unnachahmliche Glanz von Platin

Platin ist dichter als Weißgold, da es eine zu 95 % reine Legierung ist, und lässt sich an einem tiefgrauen Glanz erkennen. Weißgold zeigt einen silbrigen Glanz. Im Laufe der Jahre kann die Rhodinierung des Weißgoldes verblassen und das Weißgold kann einen leicht gelblichen Farbton annehmen. Platin bleibt so gut wie neu. Letztendlich wurde Platin mit seinem einzigartigen Glanz und seiner unveränderlichen Farbe zu einem Synonym für Luxus und vielleicht auch Ewigkeit.

Autor: Alexandre Juniac – Experte für Edelmetalle
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